Anfang September 2025 hat die Direktorin der Volksschule Irene Stregl ein Rundschreiben an alle Eltern herausgegeben. In diesem bittet sie eindringlich, dass „die Sicherheit der Kinder höchste Priorität hat.“ Sie bittet die Eltern, nicht gegenüber der Schule zu parken, nur gekennzeichnete Parkplätze zu benutzen und das Parken auf der Rampe zu unterlassen. Die Direktorin warnt außerdem davor, Kinder nicht zwischen parkenden Autos die Straße überqueren zu lassen.
Alle Eltern, die ihre Sprösslinge zur Schule bringen, kennen die gefährlichen Szenen, die sich unter der Woche vor der Schule zwischen 7:30 und 8:00 Uhr abspielen. Schuld daran sind zahlreiche rücksichtlose Autofahrer, die die StVO nicht ernst nehmen und ihre Fahrzeuge einfach auf der Straße stehen lassen, mit laufendem Motor, versteht sich. Manche parken auf dem Gehsteig, andere rasen, nachdem sie ihre Kinder aussteigen haben lassen, durch die Springholzgasse. Es ist leider nicht mehr die Frage, ob etwas passiert, sondern wann etwas passiert…
Dank des Schreibens von Direktorin Irene Stregl hat sich in den ersten zwei Wochen der Schule wirklich das Verkehrschaos etwas beruhigt! Aber eben nur für zwei Wochen.
Nachdem leider kein einziger Polizist in dieser Zeit, wie im Schreiben angekündigt, gesichtet wurde und sich die Verkehrsrowdys wieder „sicher“ fühlten, begann das ganze undurchsichtige Gewurl wieder von vorne. Schade, denn das wäre eine Chance gewesen, die Sicherheit unserer Kinder wirklich zu gewährleisten. Diese wurde vertan.
Bei der Gemeinderatssitzung am 27.5.2025 hat der wilde Mandatar Michael Burger (ehemals Ram) einen Dringlichkeitsantrag gestellt, in dem er ein Fahrverbot während des Schulbeginns gefordert hat. Die Dringlichkeit wurde von der Mehrheit aus Liste Ram und FPÖ abgelehnt. Genau diese Problematik, nämlich die Gefahr für die Kinder auf ihrem unmittelbaren Schulweg, hatten wir übrigens schon seit Jahren immer wieder im Scheinwerfer publiziert.
Der Grund für die Ablehnung? Natürlich österreichlike: Schauen wir uns das an und befragen die Eltern. Dann folgt wahrscheinlich eine Arbeitsgruppe, die einen Fragebogen ausarbeitet, gefolgt von einer Arbeitsgruppe, die die Richtigkeit der Fragen untersucht, gefolgt von einer Arbeitsgruppe, die die Rechtschreibung kontrolliert, gefolgt von einer Arbeitsgruppe, die …
Uns reicht es. Den besorgten Eltern übrigens auch, falls sich die Akteure der Alleinregierung mal umhören würden… Jahr für Jahr ein Foto vom Schulstart zu posten, vor einem Banner mit „Achtung Kinder“, ist ZU WENIG! Das bringt vielleicht Publicity, den Kindern in unserer „Kinderstadt“ aber herzlich wenig.
Bitte arbeitet einmal im Sinne unserer Kleinsten und verfügt ein Fahrverbot in der Springholzgasse vor der Volksschule zwischen 7:15 und 8:00 Uhr. Mehr wollen wir gar nicht.
Falls das von der Alleinregierung zu viel verlangt ist, bitten wir alternativ die Polizei Fischamend darum, eine Woche lang den Verkehr vor Schulbeginn zu begutachten.










