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Weniger Verkehr – Vorrang für die Menschen

Vor 35 Jahren wurde die Stopfenreuther Au besetzt, um den Bau des Wasserkraftwerks Hainburg und somit die Abholzung der Au zu verhindern. Der Stand up Club und die KPÖ Fischamend waren damals bei der Au-Besetzung mit dabei. Erwin Schuh erinnert sich im Profil vom 4. Jänner 2020 daran: „Heute, in Zeiten von Klimakatastrophe und ökologischem Kollaps, gewinnen die Ereignisse von Hainburg neue Bedeutung. Die Natur braucht noch immer Kampagnen. Das Wunder von Hainburg bestand darin, dass wir etwas veränderten und Teil von etwas Größerem waren.“

Die Au steht somit für mehr als nur ein unberührtes Naturerlebnis. Sie ist ein Symbol für eine intakte Umwelt als Grundlage für eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft. Eine Umwelt, die global und lokal in Gefahr und wieder auf ein durch Menschenhand gemachtes Wunder angewiesen ist.

Spannend wird in den nächsten Jahren sein, welche Initiativen auf Bundesebene von der neuen grünen Verkehrs-/Umwelt-/Energieministerin gesetzt werden, an denen sich Fischamend und die Region beteiligen kann. Wir denken da an den Ausbau des öffentlichen Verkehrs oder das Programm „1 Mio. Photovoltaikdächer“.

In Fischamend selbst sehen wir als ein wichtiges Vorhaben, die negativen Auswirkungen durch die A4 zu minimieren. Das beginnt bei Maßnahmen zur Reduktion der Unfallhäufigkeit sowie der Verminderung der Schadstoff- und Lärmbelastung durch Tempobegrenzungen bis zur finanziellen Beteiligung der Asfinag an den Folgekosten für die Beseitigung der Unfälle durch unsere Feuerwehr. Das Ortsgebiet von Fischamend wird bei Unfällen oder bei Mautflucht ständig als Ausweichroute für die A4 missbraucht. Es sind dringend Maßnahmen notwendig, um das in Zukunft zu verhindern.

Die Liste Schuh steht für:

  • Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes,
  • Erweiterung des Radwegnetzes,
  • Asfinag-Verkehrsfonds für die Fischamender Feuerwehr,
  • Feinstaubmessgerät und eine Anzeigetafel am Hauptplatz zur Veröffentlichung der Ergebnisse durch die Stadtgemeinde und
  • daraus resultierend, Tempo 100 für PKWs und 80 für LKWs auf der Ostautobahn.