Ein Grund zum Feiern und zum Nachdenken

Vor 80 Jahren wurde der Nazifaschismus besiegt und Österreich befreit. Zehn Jahre später wurde die „Zweite Republik“ ausgerufen und die „Immerwährende Neutralität“ beschlossen. Anlässlich dieser drei wichtigen Ereignisse legte eine Abordnung der Liste Schuh einen Kranz vor dem „Mahnmal gegen Faschismus, Extremismus, Gewalt, Terror und Krieg“ nieder.

Wir gedachten dabei auch der vielen Menschen, die wegen ihres Widerstands gegen den Hitlerfaschismus in Gefangenschaft gerieten oder in ein KZ deportiert wurden, wo viele davon zu Tode kamen.

Auch in Fischamend gab es Widerstandskämpfer, die gegen die Nazis aktiv waren. So kann man im Buch „Widerstand und Verfolgung in Niederösterreich 1934-1945“ lesen, dass gegen folgende Fischamender mit Hinweisen auf ihre Tätigkeit ermittelt wurde: Gallene (berüchtigter Führer der KPÖ Fischamend); Schimon Anton (Führer der KPÖ Fischamend); Hauschka Josef (Führer der KPÖ), Scheidl Franz (einer der größten Hetzer gegen die NSDAP); Najemnik Franz (großer Hetzer gegen die NSDAP); Diwoki Hans (großer Hetzer gegen die NSDAP).

Wegen der Verbreitung kommunistischer Propagandaschriften wurden am 4.11.1943:

Anton Schimon zu 6 Jahren, Franz Kopras zu 4 Jahren, Josef Schwieger zu 4 Jahren, Karl Linsmayr zu 3 Jahren Haft verurteilt.

Der Widerstand vieler österreichischer Patrioten gegen das Naziregime war nicht umsonst. Er trug wesentlich dazu bei, dass der Hitlerfaschismus 1945 besiegt werden und Österreich 10 Jahre später die zweite Republik ausrufen konnte und sich zur immerwährenden Neutralität bekannte.

Beim Lesen der Inschrift auf dem Mahnmal wird man nachdenklich, denn 80 Jahre nach Kriegsende wird in der öffentlichen Berichterstattung wieder über Waffen, Waffenproduktion, Hochrüsten sowie Verteidigungsbereitschaft diskutiert. Ja sogar, dass Österreich bereit sein muss, sich zu verteidigen, so, als stünde der Feind bereits vor der Tür anstatt für Frieden, Solidarität und Völkerverständigung einzutreten.

„WEHRET DEN ANFÄNGEN“ steht in der letzten Zeile des Mahnmals, diese Worte sollte sich jeder zu Herzen nehmen.

Wahlpunkte: Chronologie eines Trauerspiels

Die Geschichte hat einen positiven Auftakt: Wir freuen uns sehr über das Wahlergebnis. Wir können auch bestätigen, dass in den Wahllokalen alles korrekt abgelaufen ist und die Auszählung der Stimmen problemlos funktioniert hat. Die Vorzugsstimmen wurden ebenfalls richtig ausgezählt. So weit, so gut.

Die Probleme begannen bei der neuen Methode, mit der laut NÖ Wahlordnung festgestellt wird, welche Personen denn nun in den Gemeinderat einziehen sollen. Es handelt sich um ein Punktesystem, für das es einerseits darauf ankommt, an welcher Stelle ein Kandidat oder eine Kandidatin auf dem Wahlvorschlag steht, und andererseits auf die Anzahl der erhaltenen Vorzugsstimmen. Am Abend des Wahlabends wurden diese Punkte ausgerechnet und das offizielle Wahlergebnis an der Amtstafel veröffentlicht.

Zu diesem Zeitpunkt begannen bei uns die Köpfe zu rauchen – wir hatten den Eindruck, da stimmt etwas nicht. Dieser Eindruck hat sich schlussendlich bestätigt: Bei der Berechnung der Wahlpunkte war ein Fehler passiert und die laut offiziellem Wahlergebnis veröffentlichten Mandatar:innen waren in einigen Fällen nicht die richtigen. Eine Nachfrage beim Land NÖ ergab, dass ein bereits veröffentlichtes Wahlergebnis nicht einfach abgeändert werden, sondern nur durch eine Wahlanfechtung korrigiert werden kann.

Da eine Wahlanfechtung lange dauert und kompliziert ist, wollten wir es der Gemeinde nicht schwieriger machen als nötig. Wir waren aber der Meinung, dass die Bevölkerung unbedingt informiert werden muss, wer denn nun eigentlich gewählt wurde. Gemeinsam mit der Liste Ram und der SPÖ wurde folgender Kompromiss gefunden: Seitens der Stadtgemeinde wird ein Brief an alle Haushalte versendet, in dem die nach richtiger Berechnung gewählten Gemeinderät:innen vorgestellt werden. Da es in der Praxis darauf hinausläuft, dass von diesen gewählten Personen einige auf ihren Sitz verzichten und dafür andere nachrücken, waren wir damit einverstanden, dass dieser Brief erst dann verschickt wird, wenn auch schon die endgültigen Mandatar:innen feststehen, damit diese Information auch gleich hinzugefügt werden kann. Übersicht Wahlpunkte

Um es unserem Herrn Bürgermeister noch weiter zu erleichtern, hat GR Gerhard Schimon ihm sogar einen Textvorschlag geschickt: Entwurf_InfoBrief-Wahlpunkteermittlung

Inzwischen ist die konstituierende Sitzung schon eine Weile vorbei, alle Gemeinderät:innen wurden angelobt, die Ausschüsse haben sich konstituiert und einige bereits auch getagt – und was ist dann passiert? Nichts, denn niemand in Fischamend hat einen Brief bekommen!

Wir sind von diesem Versäumnis des Bürgermeisters mehr als nur enttäuscht. Es zeigt neuerlich, dass eine transparente Gemeindepolitik einfach nicht im Sinne des Bürgermeisters ist.

Fehler können passieren, wir sind alle nur Menschen. Wie man mit Fehlern umgeht, daran zeigt sich die wahre Größe – oder eben nicht…

Frohe Ostern

Auch heuer unterstützte die Liste Schuh am Karsamstag fleißig den Osterhasen und verteilte kleine Schokohaserln.

Frei nach Wilhelm Busch: „Es ist das Osterfest alljährlich für den Hasen recht beschwerlich.“ zauberte die Liste Schuh nicht nur den Kindern ein kleines Lächeln ins Gesicht.

Unser Team im Gemeinderat

Am 7. März 2025 fand die konstituierende Gemeinderatssitzung statt. Die Liste Schuh konnte bei der Gemeinderatswahl ihren Status als zweitstärkste Kraft in Fischamend weiter ausbauen und hat großartige 19,47 Prozent der Stimmen erhalten. Dadurch verfügen wir in der aktuellen Legislaturperiode über vier Gemeinderät:innen und eine Stadträtin.

Unsere Gemeinderäte und unsere Stadträtin (von links nach rechts):

DI Verena Radoczky ist Mitglied im Ausschuss „Soziales und Gesundheit“ und im Arbeitskreis für Umwelt und Klimaschutz.

Ing. Gerhard Schimon ist Mitglied im Ausschuss „Infrastruktur und Umwelt“ sowie im Ausschuss „Kultur, Bildung, Sport und Jugend“.

Renate Strauss hat als Stadträtin das Finanzressort übernommen und setzt sich – wie im Wahlkampf angekündigt – für stabile Gemeindefinanzen ein. Weiters ist sie Mitglied im Bauausschuss und im Arbeitskreis für Wohnungsvergaben.

Sebastian Gilber bekleidet einen Sitz im Ausschuss „Kinderbetreuung und Schulen“ und ist als Mitglied für den Mittelschulausschuss vorgeschlagen. Dieser hat sich bis dato noch nicht konstituiert.

Mag. Maria Pribila ist Obfrau-Stellvertreterin im Prüfungsausschuss und hat einen Sitz im Ausschuss „Allgemeine Verwaltung und Wirtschaft“.

Wir freuen uns sehr über dieses tolle Ergebnis und bedanken uns bei allen unseren Wählerinnen und Wählern!

Internationaler Frauentag – 8. März

Auch heuer verteilten wir wieder am 8. März zum Internationalen Frauentag kleine Tulpensträußchen.

Antifeminismus und sexistische Hetze im Netz gehen einher mit einem Rückfall in überholte Rollenzuschreibungen und Strukturen. All dies befördert Gewalt an Frauen, wie durch Femizide – also Morde an Frauen – immer wieder auf schockierende Weise sichtbar wird.

Der 8. März steht für die Errungenschaften der Frauenbewegung und richtet sich gegen die Diskriminierung, Gewalt, Ausbeutung und Ungleichheiten von Frauen und Mädchen in aller Welt.

Vielen, vielen Dank für Ihr Vertrauen.

Die Gemeinderatswahl am 26. Jänner 2025 brachte für uns einen sehr erfreulichen Erfolg. Wir erzielten mit 539 Stimmen ein fünftes Mandat und somit den Anspruch auf einen Stadtrat. Wir freuen uns sehr über dieses fantastische Ergebnis, welches wir Ihnen zu verdanken haben.

Wir möchten uns deshalb bei all unseren Wähler*innen und Unterstützer*innen für das uns entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung recht herzlich bedanken.

Die vielen positiven Reaktionen, die Anregungen und auch die konstruktive Kritik an unserer Arbeit sind für die Liste Schuh nicht nur eine Bereicherung, sie ermöglichen auch eine starke und effektive Oppositionsarbeit.

Unsere Anliegen und Forderungen

Unsere konkreten Anliegen und Forderungen zu den Themen auf unseren Plakaten – dafür steht die Liste Schuh.

Mit Ihrer Stimme können wir unsere Anliegen und unsere Forderungen umsetzen und für Sie eine Politik verwirklichen, die auf Inhalte setzt. Es geht uns um die Lebensqualität der Fischamender Bevölkerung, um eine klare Haltung und eine offene Diskussionskultur. Dafür stehen wir.

Wenn Sie am 26. Jänner 2025 Appetit auf mehr Liste Schuh in der Gemeindepolitik haben, dann laden wir Sie herzlichst dazu ein, uns Ihre Stimme zu geben. Damit wir uns noch mehr für Sie einsetzen können.

  • Belebung des Ortskerns
  • Mehr Schattenbäume in unserer Stadt
  • Beendigung der großflächigen Bodenversiegelung – Rücksicht auf die Natur und auf zukünftige Generationen
  • Nutzung von öffentlichem Raum – durch Revitalisierung von derzeit ungenutzten Gemeindeflächen und öffentlichen Gebäuden
  • Wohnungsverwaltung zurück in Gemeindehand
  • Volle Transparenz der Stadtfinanzen sowie aller relevanter Entscheidungsprozesse – Veröffentlichung offizieller Kennzahlen, z.B. KDZ, im Stadtboten
  • Quartalsberichte zum Budgetvollzug durch den Bürgermeister
  • Mittelfristige Finanzplanung tatsächlich als Steuerungsinstrument verwenden
  • Reduktion der Repräsentationsausgaben des Bürgermeisters
  • Reduktion der Gemeindepolitikergehälter
  • Kein Stopfen von Budgetlöchern mit Wasser- und Abwassergebühren
  • Mehr Fachärzte – leistbare medizinische Versorgung
  • Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes
  • Erweiterung des und Verbindung Radwegnetzes
  • Durchfahrtsverbot für LKW engmaschig kontrollieren
  • Feinstaubmessgerät und eine Anzeigetafel am Hauptplatz zur Veröffentlichung der Ergebnisse und daraus resultierend Tempo 100 für PKWs auf der Ostautobahn
  • Sozialpolitik – mit einem Sozialzentrum
  • Ausbau von Gemeindewohnungen – durch solide Gemeindefinanzen, die Handlungsspielräume für Investitionen schaffen
  • Leistbare Wohnungen für alle Fischamender*innen
  • Sicherung von Grundstücken für den sozialen Wohnbau
  • Reduktion der Ausgaben für den „Fischamender Stadtboten“, z.B. nicht Hochglanz, A4, weniger Fotos des Bürgermeisters und seiner Stadt- und Gemeinderät*innen